Hypothesen

Workshop: Ein bisschen KI schadet nie?

Datensatz: paco_sim_workshop.csv

500 Kinder (4 Schulformen: Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Grundschule), bis zu 21 Tagebuchmesspunkte pro Kind. Zentrale Variablen: child_selfesteem_1–3 (State-Selbstwert, je 1–7), child_selfefficacy_1–3 (Selbstwirksamkeit, je 1–7), school_type, parent_inv_1–3, parent_overload_1–3, day, child_id.

Erster Schritt für alle: Komposita bilden (rowMeans über die drei Items je Konstrukt).


✅ Pflicht – H1 & H2

Alle Teilnehmenden bearbeiten H1 und H2.

H1 – Unterschiede zwischen Schulformen

Kinder aus unterschiedlichen Schulformen unterscheiden sich bereits zu Beginn des Untersuchungszeitraums in ihrem Selbstwert.


H2 – Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und Selbstwert

An Tagen, an denen Kinder eine höhere Selbstwirksamkeit berichten, berichten sie auch einen höheren Selbstwert.


➕ Optional – H3

Wer H1 und H2 abgeschlossen hat, bearbeitet H3.

H3 – Heterogenität des Zusammenhangs

Der Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und Selbstwert variiert zwischen Kindern.

Diese Unterschiede könnten mit familiären Merkmalen zusammenhängen, insbesondere:

  • elterliche Beteiligung am Distanzlernen (parent_inv_1–3)
  • elterliche Überforderung (parent_overload_1–3)
  • Schulform (school_type)

⭐ Bonus – H4 bis H7

Für sehr schnelle Teilnehmende. Keine Musterlösung vorhanden — explorativer Charakter.

H4 – Veränderungen im Zeitverlauf

Der Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und Selbstwert könnte sich vor und nach Tag 11 (Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen) verändern. Variable: critical_event (0/1).


H5 – Zeitverzögerte Effekte (Lagged)

Die Selbstwirksamkeit an einem Tag sagt den Selbstwert am folgenden Tag vorher. Erfordert eine Lag-Variable (selfefficacy_lag1).


H6 – Wechselseitige Dynamik (Cross-Lagged)

Selbstwert und Selbstwirksamkeit beeinflussen sich gegenseitig über die Zeit:

  • Selbstwirksamkeit → zukünftiger Selbstwert
  • Selbstwert → zukünftige Selbstwirksamkeit

H7 – Veränderung der Dynamik über die Zeit

Die Stärke der wechselseitigen Effekte zwischen Selbstwert und Selbstwirksamkeit verändert sich im Verlauf der Studie.